dark skies

Dark Skies (2013)

: Keri Russell, Josh Hamilton, Dakota Goyo, Kadan Rockett, J.K. Simmons, L.J. Benet, u.a.
: Scott Stewart
: Scott Stewart
: 97 Min.
: 16
: N.A.
: N.A.
: USA
: Musik: Joseph Bishara
Unsere Wertung
7.5
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User Score:
13 votes
4.0

Dark Skies (2013)

dark skiesMerkwürdiges passiert im Haus der Familie Barrett. Mutter Lacy streift des Nachts schlaflos durchs Haus und findet in der Küche ein einziges Durcheinander vor. In der darauf folgenden Nacht steht sie vor einem Berg verschiedener Gegenstände, die jemand aufeinander gestapelt hat und das Licht projiziert merkwürdige Zeichen an die Decke. Es geht eindeutig nicht mit rechten Dingen zu. Und als dann auch noch der jüngste Spross beginnt von einem geheimnisvollen Sandmann zu reden, der des Nachts mit ihm redet, ist der Spuk komplett. Nur, dass es kein Spuk ist. Nach und nach häufen sich die Vorfälle, vor allem rund um den kleinen Sam und die Eltern wissen sich nicht mehr zu helfen. Die Familie ist eh schon geplagt von Problemen, ob Geldmangel oder einem aufmüpfigen Teenagersohn, als es immer schlimmer kommt. Ein riesiger Schwarm Vögel fliegt suizidal auf das Haus und immer wieder haben die Familienmitglieder Passagen am Tag, an die sie sich beim besten Willen nicht erinnern können….

Aus dem Hause Blumhouse Productions erschien dieses Jahr der Film DARK SKIES von Regisseur Scott Steward. Eine gute Kombination also. Das Studio, das verantwortlich war für die PARANORMAL ACTIVITY-Reihe und der Regisseur von LEGION und PRIEST. Und heraus kam ein durchaus verstörender Film.

 

Lange schon fragen sich die Menschen, ob wir alleine auf dieser Welt sind und diese Frage kann einem Angst machen. Wie das Zitat von Sci-Fi Autor A.C. Clarke am Beginn des Films uns auch in Erinnerung ruft. (“Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder sind wir allein im Universum, oder wir sind es nicht. Und beide sind gleichermaßen erschreckend.”). DARK SKIES widmet sich der Möglichkeit, dass wir NICHT alleine sind und malt damit ein unheimliches Szenario, das mit einer unser Urängste spielt. So wird das Haus ein klaustrophobischer Käfig, der vor der Außenwelt nicht mehr schützen kann und man sich nicht einmal mehr auf seine eigenen Augen verlassen kann. So fragt sich der Zuschauer genauso oft wie der Protagonist: “Ist das nun echt, oder liege ich hier eine Illusion auf?” Und wenn ein Film das schafft, ist das bereits die halbe Miete. Und der ein oder andere wird sich vielleicht sogar an die komische, juckende Stelle hinter seinem Ohr erinnern und ein kurzes “Fuck” denken. Ich habe es jedenfalls getan.
"Dark Skies"Der Film bedient sich dabei natürlich aller möglichen Klischees. Flackernde Lichter, merkwürdiger Figuren im Zwielicht, dem allwissenden Verschwörungs-Theoretiker (kurzer aber eindrucksvoller Auftritt von J.K. Simmons), aber schafft trotzdem die Gradwanderung zwischen Trivialfilm und Originalität, dass man ihm diese Fehler gerne verzeihen mag.
Nicht zuletzt auch wegen dem überaus guten Cast, dass DARK SKIES aufweist. Beginnend mit Keri Russell (FELICITY) und Josh Hamilton (AMERICAN HORROR STORY) als geplagte Eltern, liefern vor allem die Kinder, gespielt von Dakota Goyo (REAL STEEL) und Kadan Rockett (THE FORTUNE THEORY), eine so überzeugende Performance ab, dass man direkt mit ihnen mitleidet.
Natürlich kann man auch nicht leugnen, dass Steward frech Anleihen bei anderen Filmen gemacht hat. Ob POLTERGEIST oder sogar dem hauseigenen PARANORMAL ACTIVITY, gesehen hat man vieles schon zuvor. Aber auch ein “Schnipselwerk” kann seinen Charme haben. Eine ärgerliche Schwäche beweist der Film außerdem zum Ende hin, wenn die Charaktere nicht mehr sehr glaubhaft und genau entgegengesetzt zu dem handeln, was ihnen geraten wurde.

 

 

dark skies jesse

 

Nach dem Foltertrend und dem Geisterhaustrend der letzten Zeit, ist es mal wieder erfrischend einen schönen Alienfilm ganz nach DIE VIERTE ART oder SIGNS zu sehen. Mag der Film auch seine Schwächen haben, schaltet man das Licht aus und lässt sich ganz auf die Idee ein, die einem DARK SKIES hier aufmalt, wird man es nicht bereuen den Film eingeschaltet zu haben.
Fans von dicken Horrorschockern, sollte von diesem Film allerdings lieber die Finger lassen, da DARK SKIES einen sehr ruhigen Ton ansteuert.

Dafür gibt es 7,5 Sterne von 10 von uns.

 

DARK SKIES hat in Deutschland leider keine Kinoveröffentlichung erhalten, dabei wäre das ein Film gewesen, der auf der großen Leinwand bestimmt Spaß gemacht hätte. Eine DVD-Veröffentlichung ist bis jetzt noch nicht in Sicht. Wer nicht warten will und Filme auch gerne im O-Ton schaut, der kann sich den Streifen natürlich über die gängigen Filmportale wie Netflix holen oder sich die DVD aus den Staaten bestellen.

 

Dark Skies (2013), 4.0 out of 10 based on 13 ratings

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Geschrieben von Rinn Gomory | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Rudolf Schock
    19 Nov 2013, 2:22 pm

    Ich kann mich der Meinung der Redaktion nur in einem Punkt anschließen, nämlich da wo es um die Erleichterung geht was das stille dahinsiechen von Tortureporn angeht. Wobei ich befürchte, das uns dieses Genre auch weiterhin verrohen lassen wird. Beziehungsweise mich ja nicht, weil ich schau sowas nicht.

    Zum Werk selbst, gleich vorweg – schwaches Filmchen!
    Ich hab den Film bisher nur auf englisch sehen können und konnte nicht wirklich allen Dialogen zu 100% folgen. Ich bin mir aber aufgrund meiner Erfahrung sicher, das man den Dialogen nicht zutrauen kann, das sie die klaren Defizite in Handlung und Spannung ausgleichen können. Das müßten schon unfassbar spannende Textpassagen sein und sowas gibts nicht.
    Ein echt schwacher Verschnitt von SIGNS und was weiß ich, aber kein toller Film und 7,5 Punkte sicher NICHT wert.
    Wer diese Thematik gern schaut, der sollte sich dann 10 mal lieber “Skinwalker Ranch” anschauen. Das ist zwar Wackelkamera, aber wirklich mal wieder ein ganz schönes, gelungenes Exemplar dieser Sparte.

  2. Rodanus
    23 Nov 2013, 8:25 am

    Signs für Arme.
    Besser kein Film über Besucher als sowas wie Dark Skies.
    Mehr muß man da nicht zu sagen.

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