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The Conjuring

Conjuring – Die Heimsuchung

: Patrick Wilson, Lili Taylor, Vera Farmiga, Ron Livingston, Shanley Caswell, Hayley McFarland, Joey King, Mackenzie Foy, Kyla Deaver, Shannon Kook, u.a.
: James Wan
: Chad Hayes, Carey Hayes
: 112 min
: 16
: 1. August 2013
: USA
: Musik: Joseph Bishara
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Conjuring – Die Heimsuchung

The ConjuringDer Name James Wan ist aus der Horrorfilmcommunity gar nicht mehr wegzudenken. Mit Saw schuf er ein neues Genre, den Torture Porn, mit Insidious ließ er den Charme der 70er und 80er Jahre Horrorfilme wieder aufleben. Mit The Conjuring kommt nun ein Film ins Kino, der diese Oldschool-Horror- Elemente wieder geschickt einsetzt und einen Film bietet, der die Kinogänger kreischen lässt.

 

Die Familie Perron möchte ein neues Leben in einem großen Farmhaus starten. Fern von der hektischen Stadt, in der Ruhe der Natur, hoffen die Eltern (RON LIVINGSTON – LEAVE und LILI TAYLOR – DAS GEISTERSCHLOSS) von fünf Töchtern ein harmonisches Leben aufbauen zu können.
Es scheint alles perfekt zu sein, als der Familie kleine Unstimmigkeiten im Alltag auffallen. Nach dem Tod des Familienhundes und der Entdeckung eines vernagelten Kellereinganges, bleiben alle Uhren immer um die selbe Uhrzeit stehen, der jüngste Spross der Familie spricht mit einem unsichtbaren Freund und merkwürde Klopfgeräusche halten die Familie des Nachts wach. Langsam nehmen die Merkwürdigkeiten zu und die Mädchen werden zu später Stunde von einer unsichtbaren Entität heimgesucht, während die Mutter jeden Morgen mit neuen blauen Flecken aufwacht und beim Versteckspielen von einem Geist zum Narren gehalten wird.
Als die Übergriffe immer schlimmer werden, weiß sich die Familie nicht anders zu helfen, als das Ehepaar Warren (VERA FARMIGA – ORPHAN und PATRICK WILSON – INSIDIOUS) um Hilfe zu bitten. Ed Warren, seines Zeichens von der Kirche anerkannter Dämonologe, und seine Frau Lorraine, eine Hellseherin, haben schon die schrecklichsten Sachen zu Gesicht bekommen. Dieser Fall nun aber verändert vieles und betrifft die beiden auch persönlicher, als sie es beabsichtigt hatten…

Still 6 from The Conjuring
Bei einem James Wan-Film habe ich viel erwartet und wurde auch nicht enttäuscht. Geschickt schleicht sich der Horror ins Haus der Familie Perron und auch dem Zuschauer wird immer unbehaglicher zumute. Langsam steigern sich die unheimlichen Ereignisse, zuerst Geräusche, zufliegende Türen, dann bekommen wir immer mehr zu sehen. Ein paar Hände, ein Gesicht, eine Gestalt, um uns zum Schluss mit dem grausamen Gesicht der Heimsuchung konfrontiert zu sehen. Und während das in vielen Filmen der Punkt ist, an dem es lächerlich oder langweilig wird, ist auch dieser Teil des Films schockierend und nicht weniger gruselig.

Nicht zuletzt verdankt The Conjuring seiner musikalischen Untermalung viele erschreckende Momente. Wie schon bei Insidious war Joseph Bishara für den Soundtrack zuständig und allein die kreischenden Geigen (falls es sich NICHT um Geigen handelt, entschuldige ich mich hier bei den Musikkennern) krallen sich wie Fingernägel in die Gehörgänge.
Ganz ähnlich wie in Insidious schleichen wir in Totenstille mit den Hauptakteuren durch die Gänge, um dann durch ein schrilles Crescendo aus dem Sitz zu schrecken.
Interessant: Komponist Joseph Bishara hat auch in beiden genannten Teilen mitgewirkt. In Insidious war er für die Darstellung des “Lipstickface“-Dämonen zuständig, während er in The Conjuring die Hexe Bathsheba spielt.


The Conjuring
Die Schauspieler, unbedingt zu nennen die Leistung der Kinder, sind grandios. Patrick Wilson, der bereits in zwei Filmen mit James Wan zusammenarbeitete (Insidious und Insidious 2, der am 17.10.2013 bei uns in die Kinos kommt) überzeugt als Kenner des Übernatürlichen. Vera Farmiga mimt eine Frau, die schon zu viel gesehen hat, aber nicht anders kann, als mit ihrer Gabe anderen Menschen helfen zu wollen.
Lili Taylor liefert eine brillante Performance ab. Sie ist eine Schauspielerin, die mit Leib und Seele alles gibt und gerade zum Ende hin ist das auch sehr wichtig, um die Szenen nicht ins Lächerliche abrutschen zu lassen. Man nimmt ihr die geplagte Frau bis zum Schluss ab, die mit Händen und Füßen darum kämpft ihre Familie zu retten.
Die fünf Mädchen, die die Töchter spielen, spielen solide. Klar, ganz einfach ist es für die jüngsten nicht immer, aber die hölzernen Sätze des kleinsten Sprosses, können auch gut bei der deutschen Synchronisation entstanden sein. Stören tut es den Erzählfluss aber in keinster Weise.

The Conjuring wurde wieder eingeleitet von dem Satz “Basiert auf einer wahren Geschichte“, was wir schon zu Hauf in den letzten Jahren, nicht zuletzt bei den ganzen Found Footagefilmen, zu hören bekamen. Was ist aber wirklich dran an dieser Behauptung?
Wahr ist, dass Ed und Lorraine Warren zwei Geisterjäger waren. Ed Warren verstarb 2006, aber seine Frau Lorraine stand jetzt Frage und Antwort. Sie versicherte, dass der Film die Ereignisse, die im Haus der Familie Perron stattfanden, sehr akkurat widergeben würde. Das wurde bestätigt von der ältesten Tochter der Perrons. Ob das stimmt, darüber lässt sich natürlich nur spekulieren.

lorraine warren

 

Auch die besessene Puppe Annabelle, die am Anfang des Filmes eine große Rolle spielt, existiert, und ist in dem Museum der Warrens, dem Warren Occult Museum in Monroe, immer noch zu sehen. Die Echte sieht allerdings bei weitem nicht so gruselig aus wie ihr Pendant im Film.
Zufälligerweise ist eine Puppe außerdem das Trademark von James Wan, das er bis jetzt in jeden Film eingebaut hat.

annabelle

Wir haben also vieles in The Conjuring: Ein “Haunted House” und einen Exorzismus, der sich hinter “Der Exorzist” wirklich nicht verstecken muss. Schon lange habe ich mich im Kino so nicht mehr gegruselt und habe mit Begeisterung festgestellt, dass es nicht nur mir so ging. Reihenweise drückten sich die Zuschauer in die Sitze, quietschten und hielten sich die Hände vor die Augen.
Auch die Pressestimmen sprechen von einem Film, der unter die Haut geht und sogar die alten Pressehaudegen schockiert habe.

The Conjuring lebt von seiner Stimmung und sollte wirklich im Kino genossen werden. Diese Stimmung kommt in einem großen, dunklen Saal besser zustande, als im Heimkino zuhause, mit seinen ganzen Ablenkungen. Und der Sound von Klopfen und Kreischen, der aus jeder Ecke des Saales gleichzeitig ertönt, ist im großen Stile eh unschlagbar.

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Ich gebe dem Film 10 von 10 Punkten. Als Fan von Oldschool Horror, der sich der Welle von brutalen, blutigen Horrorfilmen (für die ironischerweise unter anderem James Wan verantwortlich ist) entgegenstellt, ist für mich The Conjuring bis jetzt das Hightlight des Jahres. Da freue ich mich nochmal mehr auf Insidious Chapter 2.

 

Conjuring - Die Heimsuchung, 8.6 out of 10 based on 29 ratings

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Geschrieben von Rinn Gomory | Reviews (Filme)

8 Kommentare

  1. Ello
    03 Aug 2013, 9:42 pm

    Gibt ziemlich genau auch das weider, was ich erlebt hab. Dachte erst, ich hab mich nicht ganz so gegruselt, nachts sah das dann aber anders aus :>

  2. Dr. Lecter
    05 Aug 2013, 3:28 pm

    Ein Meisterwerk und ich stimme dem Review zu, 10 von 10 möglichen Punkten.
    Hier liefert Wan dem Fan, was er verlangt. Den Poltergeist bzw. Exorzist der Neuzeit. Hoffentlich geht es mit Insidious 2 auf ähnlich hohem Niveau weiter.

  3. Ann
    17 Aug 2013, 5:13 pm

    Mit Insidious und Sinister der beste Horrorfilm der letzten Jahre, meiner Meinung nach toppt Conjuring aber sogar beide! James Wan schafft es mal wieder uns mit perfekt eingebauten Schockern psychisch fertig zu machen. Das ganze verbunden mit einer 1A Story. 10/10 keine Frage.

  4. urbanbug
    30 Aug 2013, 1:07 pm

    ich weiß nicht, ob das euer erster horrorfilm war dann kann ich die guten reviews nachvollzeiehen..der film ist untere durchschnitt mehr nicht..einach klassisch überwertet.

  5. Rudolf Schock
    15 Sep 2013, 1:29 pm

    Ich bin schockiert. Weniger von dem Film als von der Bewertung mit 10.0 Punkten.

    Dieser Film ist nicht mehr als einer von vielen. Sogar unterstes Mittelmaß würde ich sagen.
    Nichts neues, was aber nicht schlimm wäre, hätte man sich wenigstens Mühe gemacht das in einem originellen Rahmen zu verarbeiten. Das ist aber nicht gelungen.

  6. Kelm
    16 Sep 2013, 12:48 am

    Endlich mal wieder ein Film der sich von anderen abhebt.
    Wirklich von vorne bis hinten gelungen, einfach saustark.
    Für diejenigen, welche finden er sei unteres Mittelmaß: Schaut ihn euch im Kino an und nicht vor dem Rechner!

  7. Colemarie
    05 Nov 2013, 8:02 pm

    Auch ein Hype der an mir irgendwie vorbeizieht. Im Verleich zu den letzteren eher mittelmäßigen bis schlechten Exorzistenfilmen wie der von Emily Rose oder der letzte Exorzismus definitiv gelungener, wenn mans im Dunkelns schaut gewiss auch für die Schreckhaften geeignet, aber den in förmlich in den Himmel zu loben…Geschmäcker sind halt verschieden. 🙂
    Gut umgesetzter Film, für mich aber 8 Sterne statt 10 wert. Schaut selbst 🙂

  8. Marcel
    13 Mrz 2014, 11:26 am

    Für meine Webseite habe ich den Film getestet, definitiv sehenswert!!

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