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CARRIE (1976) – CLASSIC REVIEW

Darsteller: Sissy Spacek, John Travolta, Piper Laurie
Regie: Brian de Palma
Drehbuch: Lawrence D. Cohen
Länge: 98 min
FSK: ab 16
Veröffentlichung: 1976
Land: USA
Unsere Wertung
9.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
7 votes
8.9
Eine alltägliche Geschichte, wie sie jeder kennt. Carrie, 16 Jahre jung, High School, kurz vor dem Abschlussball. Carrie ist ein sehr verunsichertes, unaufgeklärtes Mädchen das zum Spielball ihrer Mitschülerinnen wird. Sie wird gehänselt, beschimpft und ausgeschlossen. Als sie dann auch noch nach dem Sportunterricht beim gemeinsamen duschen ihre Periode bekommt, wird sie zum absoluten Mittelpunkt ihrer Klasse, aber im negativen Sinne. Erst dann wird für den Zuschauer langsam klar, dass es sich nicht um eine alltägliche Geschichte handelt.

Durch die Wut die in Carrie steckt und das Streben nach “normal sein” merkt sie das sie telekinetische Fähigkeiten besitzt und wendet diese auch immer mehr an. Anfangs noch unbewusst wie ein Platzen einer Glühbirne, später immer bewusster um ihren Willen durchzusetzen.

Handlungsorte sind ausschließlich die Schule, in der Carrie jede Menge ertragen muss, und ihr Zuhause. Sie lebt mit ihrer Mutter alleine in einem Haus und es wird sehr schnell klar warum Carrie anders ist als ihre Mitschülerinnen. Sie muss mit ihrer von Männern enttäuschten Mutter (vom Mann verlassen) sehr religiös leben. Sie scheint krankhaft religiös und alles was mit Männern/Jungs oder dem Erwachsenwerden von Carrie zu tun hat wird als Schande bezeichnet und von
der Mutter unterdrückt.

 

 

Zum Höhepunkt des Filmes kommt es dann als Carrie zum Abschlussball eingeladen wird und ihre Mutter ihr dies nicht erlauben will. Sie wehrt sich zum ersten mal gegen sie und hält sie durch ihre Fähigkeiten auf Abstand. Auf dem Abschlussball dann scheint alles nach Plan zu verlaufen, zum ersten mal fühlt sich Carrie wie ein normaler Teenager. Nur dass Chris, eine Mitschülerin und ihr Freund Billy (John Travolta) einen Plan aushecken ohne zu ahnen was sie damit auslösen.

Carrie White wird gespielt von Sissi Spacek, die zu diesem Zeitpunkt von THE WALTONS (1973) bekannt war, sie war in ihrer Rolle so überzeugend das sie 1977 für den Oscar nominiert wurde.

 

 

Von Regisseur Brian de Palma verfilmt, nach dem Roman von Stephen King (1973), genauer gesagt Kings erstem veröffentlichten Werk, das auch sein Durchbruch als anerkannter Schriftsteller war.
King hatte für den Roman ein Vorbild aus seiner Jugend. Carrie, ein seltsames Mädchen die im gleichen Schulbus fuhr wie er, nur das neben ihr niemand gerne saß. Laut King nahm sie sich als Erwachsene das Leben. Zuerst verwarf King das Manuskript, seine Frau war es die ihn zur Vollendung drängte. Es wurde ein voller Erfolg. Die Verfilmung sorgte dafür, dass King schlagartig berühmt wurde. Er kündigte seine Stelle als Lehrer um sich ganz dem Schreiben zu widmen.
In den Filmen von de Palma sind stets Parallelen zu Alfred Hitchcock zu finden, so auch hier. Mit eine Duschszene steigen wir direkt in den Film ein, zu hören sind die “schreienden Geigen” von Bernard Herrman, beides erinnert sehr stark an PSYCHO von Alfred Hitchcock.

Ein Klassiker der in keiner Sammlung fehlen sollte, faszinierend und neu seiner Zeit. Ohne große Effekte lässt Carrie uns teilhaben an ihren Gefühlen. Und sind wir ehrlich, die Klamotten kommen so langsam auch wieder in Mode.

Unter Regie von Katt Shea und Robert Mandel erschien 1999 die Fortsetzung CARRIE 2  – DIE RACHE. Hier wird die Geschichte von Rachel Lang, der Halbschwester von Carrie erzählt. Auch sie ist die Außenseiterin in der Schule, wird erniedrigt und verfügt über telekinetische Fähigkeiten. Es gibt auch ein bekanntes Gesicht aus dem vorigen Teil, Sue Snell, wieder gespielt von Amy Irving. An den Erfolg des ersten Teiles kam er aber leider nicht ran.

2002 erschien dann eine Neuverfilmung und auch eine Neuinterpretation von Regisseur David Carson. Grundhandlung ist die selbe aber das Ende weicht stark vom Original ab. Ursprünglich geplant als Pilotfilm für eine Serie, doch die Einschaltquoten sprachen dagegen.

Das Carrie immer noch aktuell ist zeigt uns das 2013 ein weiteres Remake, diesmal von Kimbery Peirce, in die Kinos kommt. Diesmal anscheinend mit Found Footage Elementen. Die ersten Bilder, samt Kinoplakat und Trailer sind schon veröffentlicht und schauen sehr vielversprechend aus. Kinostart in den USA ist der 15.03.2013. Wir dürfen uns dann auf den 06.06.2013 freuen, dies ist bisher der geplante Kinostart für die deutschen Kinos.

CARRIE (1976) – Trailer

 

CARRIE (1976) - CLASSIC REVIEW, 8.9 out of 10 based on 7 ratings

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Geschrieben von madda | 15 Dez 2012 | Classic - Reviews, Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Matti
    05 Jan 2013, 9:43 pm

    Ich dachte eigentlich immer, dass Journalisten (als solchen bezeichnet sich der Autor dieses Kommentares doch?) die Grundregeln der Rechtschreibung beherrschen? (infinitiv ein Begriff?) Da dies hier offenbar nicht der Fall zu sein schein, tauchen zu viele Fragen auf, um an der Seriösität dieser Seite zu glauben.

  2. Mick
    06 Jan 2013, 11:02 am

    @Matti: Seriös? Um Himmels Willen…das würden wir nicht mal schaffen, wenn wir uns ne Krawatte umbinden.
    Und als Journalist bezeichnet sich hier sicher niemand. Daher kommt es vor, dass nicht alles perfekt ist.
    Wir freuen uns aber, wenn ihr Fehler entdeckt und uns darauf aufmerksam macht. Ich muss gestehen, dass ich nicht recht verstanden habe, was genau dir aufgefallen ist, aber lass es uns wissen und wir nehmen uns der Sache an.

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