Cannibal Cover

Cannibal (2010)

Darsteller: Nicolas Grob, Helena Cloppejans, Fatih Cam
Regie: Benjamin Viré
Drehbuch: Benjamin Viré
Länge: ca. 103 min
FSK: ab 18
Veröffentlichung: 15.05.2012 (DVD+BD)
Verleih/Vertrieb: Apollon Films
Land: Belgien
Unsere Wertung
4.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
0 votes
0.0

CANNIBAL stammt von dem belgischen Regisseur und Drehbuchautor Benjamin Viré. Sein zweiter Film ist eine Horror-Romanze zwischen einem zurückgezogen lebenden jungen Mann und einem ganz besonderen Mädchen.

Max lebt in einer Hütte weit draußen im Nirgendwo. Auf einem seiner Streifzüge findet er ein bewusstloses Mädchen mitten auf dem Waldboden liegen. Er trägt sie zu sich nach Hause und gewährt ihr Unterschlupf. Da scheinbar beide nicht so genau wissen wer das hübsche Mädchen ist, taufen sie sie kurzer Hand auf den Namen Bianca.

Der Zugang zur Handlung wird dem Zuschauer nicht leicht gemacht. Der Film beginnt mit scheinbar wahllos zusammengeschnittenen Szenen und keiner der beteiligen Charaktere wird und vorgestellt oder die Beziehung zwischen ihnen erklärt. Erst im Laufe des Films gelingt es einem Stück für Stück (einige) Strukturen zu erkennen. Die Szenenabfolge bleibt jedoch unstrukturiert und scheint keiner klaren Linie zu folgen. Auch die Kamera wirkt als suche sie die ganze Zeit über nach der richtigen Einstellung. Durch die (zu) gern benutzte Zoom-Funktion wird wenig direkt gezeigt, da die Linse am Geschehen vorbei filmt und so viel nur angedeutet oder schemenhaft darstellt wird. Die Farben sind recht matt und schlagen zum Ende völlig in schwarz/weiß um. Im Grunde dreht sich CANNIBAL nur um die sich entwickelnde Beziehung zwischen den beiden etwas seltsamen Einzelgängern Max und Bianca. Hauptdarsteller sind Nicolas Grob und Helena Cloppejans, die hier in ihrem ersten Film zu sehen ist.

Insgesamt wirkt der Film wie ein Experiment von Jung-Regisseuren denen es an Erfahrung fehlt. Zwar lichten sich zum Ende einige Dinge der Handlung betreffend, ganz im Bilde ist man als Zuschauer jedoch trotzdem nicht. Was bestimmt gut gemeint war, hat hier ähnlich wie in KILL LIST nicht so richtig funktioniert. Interessant ist die Geschichte um die beiden Liebenden und den geheimnisvollen Männern die hinter dem Kannibalenmädchen her sind zwar, unterhaltsam in Szene gesetzt wurde sie jedoch leider nicht.

Nach WIR SIND WAS WIR SIND ist CANNIBAL der zweite Kannibalenfilm, der den Zuschauern, statt ihn in die Geschichte einzuführen, lieber links liegen lässt.

Ähnliche Beiträge:

Geschrieben von May | 29 Mai 2012 | Reviews (Filme)

Schreibe ein Kommentar

Bilder

Cannibal Cover
Cannibal
Cannibal
Cannibal