Breathless

Breathless (2012)

Darsteller: Val Kilmer, Ray Liotta, Gina Gershon, Kelli Giddich
Regie: Jesse Baget
Drehbuch: Jesse Baget, Stefania Moscato
Länge: 88 min.
FSK: ab 16
Veröffentlichung: 03.09.12 (DVD+BD Verleih); 25.09.12 (DVD+BD Verkauf)
Verleih/Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Land: USA
Unsere Wertung
4.5
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
2 votes
6.0

Ein Wohnwagen im Nirgendwo von Texas. Lorna hat soeben herausgefunden, dass ihr krimineller Ehemann Dale eine Bank überfallen hat und will ihren Teil der Beute. Gemeinsam mit Freundin Tiny fesselt sie den Gatten an einen Stuhl und möchte das Versteck des Geldes aus ihm herauskitzeln, doch ehe Dale etwas preisgibt, ist er tot und plötzlich steht auch noch die Polizei vor der Tür. Nun muss die Leiche verschwinden und das Geld gefunden werden.

BREATHLESS ist kein Horrorfilm. Abgesehen von einem SHAUN OF THE DEAD-Vergleich auf der DVD-Hülle hat das aber auch niemand behauptet. Stattdessen haben wir es hier mit einem Kammerspiel zu tun, das beinahe ausschließlich in und um das besagte Mobile Home spielt, vor dem ein grimmiger Sheriff sitzt, der nur auf seinen Durchsuchungsbefehl wartet.
Dementsprechend kurz ist auch die Besetzungsliste, die aber einige bekannte Namen vorweisen kann.
Der ehemalige Schönling Val Kilmer spielt den siffigen Dale inzwischen überraschend authentisch und Ray Liotta gibt den texanischen Cop ebenfalls glaubwürdig. Hauptfiguren sind aber die beiden Freundinnen. Tiny-Darstellerin Kelli Giddich (u.a. LAW & ORDER) scheint anfangs zu der älteren Lorna aufzuschauen, entwickelt aber in der Rolle der dümmlichen Landschönheit schnell ungeahnte Härte. Gina Gershon verkörpert Lorna und ihre Figur der White Trash – Schlampe, die in einem texanischen Wohnwagen haust, erinnert gewaltig an den Charakter, den sie auch in KILLER JOE spielt.
Mindestens eine der Frauen hat jederzeit ein Kippe am Qualmen, während man nebenbei versucht Dale zu zerschneiden, verbrennen oder in Säure aufzulösen und plötzlich auch noch Ärger mit anderen Eindringlingen bekommt.

BREATHLESS ist also keineswegs zahnlos und hat sich seine FSK16-Freigabe zweifelsohne verdient und das ohnehin nicht einladende Innere des Zuhauses wird schnell zum Schlachthaus, man sollte aber nicht mit einer andauernden Gorekeule rechnen. Die brutalen Szenen sind wohlplatziert, ansonsten erinnert der Film an eine Verfilmung eines Theaterstücks und ist charakter- und vor allem dialoglastig. Damit begibt man sich natürlich ins Fahrwasser eines Herrn Tarantino, erreicht dessen Genialität aber trotz einiger hübscher, schwarzhumoriger Ideen und dem starken Duo Gershon/Giddich nur selten, auch weil einige Szenen etwas zu lang geraten, andere Entwicklungen absehbar sind und wieder andere Augenblicke zusammengestohlen wurden (der Vorspann erinnert doch sehr an DEXTER).

Trotzdem liegt der Film bis hierhin über dem Durchschnitt, doch dann kommt (ACHTUNG SPOILER) das Finale. Hätte der Abspann nur wenige Minuten früher eingesetzt, hätte man wohl nur mit den Worten „Komisches Ende“ abgeschaltet, doch stattdessen ergibt plötzlich nicht mehr vieles Sinn. Unerwartet ist der letzte Twist vor allem, weil damit rückblickend das komplette Verhalten der Protagonisten unlogisch ist.

Fazit: Hier wäre mehr drin gewesen.

Breathless (2012), 6.0 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Mick | 21 Sep 2012 | Reviews (Filme)

3 Kommentare

  1. PimPanse
    21 Sep 2012, 9:17 pm

    Trailer fehlt ;-)

  2. PimPanse
    22 Sep 2012, 7:38 pm

    thx n1! :-)

  3. Tschinderassa
    22 Mai 2013, 8:41 pm

    Kultiger Film, die Idee jetzt nicht die neueste Erfindung, aber schön umgesetzt.

    Immerhin: Äußerst unterhaltsam die Mädels (und der Freak, solange er lebte ;) )

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Breathless
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