blood runs cold (2)

Blood Runs Cold (2011)

: Ralf Beck, Elin Hugoson, Hanna Oldenburg
: Sonny Laguna
: Sonny Laguna, David Liljeblad,Tommy Wiklund
: 74 min
: ab 16
: 04.04.11 (BD+DVD Verleih) 08.05.11 (BD+DVD Verkauf)
: Ascot Elite Home Entertainment / Anolis
: Schweden
Unsere Wertung
5.5
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User Score:
3 votes
4.3

Blood Runs Cold (2011)

Was macht man mit 5000$? Man kriegt dafür schon eine Rolex, kann eine Kreuzfahrt buchen oder wie Sonny Laguna einen Horrorfilm drehen und der hört dann auf den Namen BLOOD RUNS COLD.
Künstlerin Winona macht Urlaub in ihrem alten Heimatort. Als sie dem ungemütlichen, einsamen Haus, das ihr Manager für sie mietete, einen Abend lang entkommen will, begegnet sie ihrem Ex-Freund, den sie zusammen mit einem weiteren Paar zu sich einlädt. Dort müssen die vier auf unangenehme Weise erfahren, dass das Haus nicht nur von ihnen bewohnt wird.

Das Backcover von BLOOD RUNS COLD macht keinen Hehl daraus, dass man sich gerne in der Nähe von Klassikern wie HALLOWEEN und FREITAG DER 13. aufhalten möchte. Der norwegische COLD PREY bleibt dabei als offensichtlichster Einfluss aber unerwähnt. Auch wenn BLOOD RUNS COLD aus Schweden stammt; auch wenn die Spitzhacke einer Axt weichen muss, teilen die Filme doch neben den skandinavischen Wurzeln und viel Schnee und Eis auch den vermummten Killer.
COLD PREY hat das Rad natürlich auch nicht neu erfunden, wurde aber knackig umgesetzt und hatte alles was ein guter Slasher braucht.

BLOOD RUNS COLD kann da nicht immer mithalten, was vermutlich zum Großteil auf fehlendes Budget zu schieben ist, denn Talent blitzt bei verschiedenen Verantwortlichen immer wieder durch.
Sonny Laguna, der uns auch den absurd schlechten MADNESS bescherte, macht hier einen guten Schritt nach vorne und sein nächster Film WITHER, soll gerüchteweise noch besser sein. Der Killer, über den wir wenige Details erfahren, ist gut gelungen (erinnert etwas an unser horrorpilot-Logo) und sorgt für den einen oder anderen Schauder und auch die Schauspieler haben hier und da gute Momente.
Leider ist diese Qualität nicht durchgängig abrufbar. Spannende Momente und Splattereinlagen halten sich zwar die Waage, wollen hier zusammen aber nicht so recht harmonieren. Dazu gesellen sich Logik- und Anschlussfehler und technische Unsauberkeiten. Warum der Film wie schon MADNESS bemüht auf Amerikanisch getrimmt ist, ist ebenfalls nicht nachvollziehbar.

Für Fans positiv anzumerken ist, dass der Film trotz FSK16-Freigabe einiges an ungeschnittener Gewalt zeigt. Das war nicht unbedingt zu erwarten.
Wer sich BLOOD RUNS COLD ansieht, sollte dies mit dem richtigen Mindset tun. Wer sich einen durch und durch professionellen Film erhofft, wird ihn amateurhaft finden. Erwartet man hingegen einen Amateurfilm, macht er einen professionellen Eindruck.

 

Blood Runs Cold (2011), 4.3 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

2 Kommentare

  1. Fab
    01 Mai 2012, 11:05 pm

    Der Prolog stimmt wunderbar ein. Leider wird die Darstelleranzahl innerhalb kürzester Zeit stark dezimiert. Die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin wird ab der 2. Hälfte immer furchtbarer, was jedoch viel aus ihren Handlungen heraus resultiert. Mich hat der Film ziemlich aufgeregt.

  2. Port Ellen
    02 Mai 2012, 5:50 am

    In einer rechtschaffenes handwerklichen Optik zeigt der Indie Slasher, in einer strapazierfähigen kalten Winteratmo, dass man den Low Budget noch lange nicht abgeschrieben hat. Inhaltlich hat der Schwede mit seinem charmanten Laientheater, nix zu bieten. Die Story wird ohne grösseren Thrill heruntergekurbelt, und dient alleine dem Zweck einen zuverlässigen handgenmachten Splatter zu platzieren. Dieser lässt freilich abgesehen von dem Opening, dann satte 25 Minuten auf sich warten. Der Film hat einige mangelfreie Schweinerein parat. Am Ende geht der Slasher Kiste jedoch endgültig die Puste aus, was den Gesamteindruck unnötig herunterzieht. Das Finale entbehrt jeglicher Horror Relevanz.

    6/10 auf der Indie Slasher Skala

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