Blood Night (2)

Blood Night (2009)

Darsteller: Danielle Harris, Bill Moseley, Nate Dushku
Regie: Frank Sabatella
Drehbuch: Frank Sabatella, Elke Blasi
Länge: ca. 85 min
FSK: ab 18
Veröffentlichung: 06.09.12 (DVD-BD Verleih); 04.10.12 (DVD+BD Verkauf)
Verleih/Vertrieb: Sunfilm / Tiberius
Land: USA
Unsere Wertung
5.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
3 votes
7.3

Danielle Harris und Bill Moseley gehören zweifelsohne zu den Namen, die wohl jeder schon einmal in einem Horrorfilm gesehen hat. Er ist u.a. Teil der Stammbesetzung von Rob Zombie, sie startete ihre Karriere mit HALLOWEEN-Filmen für die sie zum Drehzeitpunkt noch zu jung war um sie selbst sehen zu dürfen und gehört heute zu den wenigen echten Scream-Queens. Gemeinsam standen beide erstmals 2007 für Zombies HALLOWEEN-Remake vor der Kamera und fanden zwei Jahre später offenbar etwas Zeit um zusammen BLOOD NIGHT abzuwickeln.

Dort wird zunächst die Geschichte von Mary „Hatchet“ erzählt, die in einem Blutrausch die eigenen Eltern tötet, daraufhin in die Psychiatrie eingewiesen wird, wo sie ein Pfleger vergewaltigt. Als ihr Kind bei der Geburt stirbt, läuft Mary erneut Amok und tötet jeden in der Anstalt, bevor sie selbst erschossen wird.
Für die lokalen Jugendlichen ist eine solche Geschichte natürlich ein gefundenes Fressen und auch Jahre später zelebrieren die Teenager den Jahrestag mit bösen Streichen, Mutproben auf dem Friedhof und wilden Partys. Als sich auf einer dieser Feiern Morde ereignen, stellt sich die Frage, ob jemand die Vergangenheit nachahmt oder Marys Geist Rache nimmt.

Wie man(n) weiß, sind die Launen von menstruierenden Frauen nicht leicht zu ertragen, dass man dieses Thema aber mal so überspitzt, dass daraus Stoff für einen Horrorfilm entsteht, war nicht abzusehen. So dient die einsetzende Periode der jungen Mary als Erklärung für ihre extremen Gemütsschwankungen.
Ansonsten erinnert aber vieles an HALLOWEEN: da ist ein Kind, das Familienmitglieder schlachtet und später aus der Psychiatrie entkommt und auch die sogenannte Blood Night ist in ihrer Durchführung nicht weit vom großen Vorbild. Teenager, die in Partylaune nach dem Sex das Zeitliche segnen, dürfen in einem Slasher natürlich ohnehin nicht fehlen.

Zombies HALLOWEEN war allerdings rund fünfmal so teuer wie BLOOD NIGHT, was man trotz der prominenten Besetzung sieht. Immerhin wird die Handlung aber in gutem Tempo vorgetragen und macht in punkto Gore und Sex keine Gefangenen. Die Effekte sind nicht eben bahnbrechend, aber handgemacht und brutal. Da wundert es, dass der Film ohne Schnitte die FSK 18 – Freigabe erhielt.

Dafür sollte man bei Schauspielern und Dialogen besser beide Augen zudrücken. Danielle Harris ist hübsch anzuschauen und sieht ein paar Jahre jünger aus als in ihrem Pass steht, aber mit damals 32 scheinen ihre Tage, in denen sie glaubhaft eine Teenagerin verkörpern kann, gezählt. Ein reichlich deplatzierter Monolog über ihre schwere Highschoolzeit, regt allerdings derart zum Fremdschämen an, dass ihre Figur als U13 durchgehen könnte. Das scheint sie sogar zu merken, denn leidenschaftliches Schauspiel sieht anders aus.

Warum der Film drei Jahre auf Eis lag und hierzulande erst jetzt veröffentlicht wird, wissen wir auch nicht, aber die nächste Halloween-Party kommt bestimmt und für solche Gelegenheiten ist ein routinierter Slasher mit genügend Gedärmen, Brüsten und bekannten Gesichtern sicher ein gerne gesehener Gast…auch gerade WEIL er seine Fehler hat.

Blood Night (2009), 7.3 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Mick | 12 Sep 2012 | Reviews (Filme)

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