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Besessen – Der Teufel in mir

: Michelle Argyris, Shantelle Canzanese, Vanessa Broze
: Greg A. Sager
: Geoff Hart, Greg A. Sager
: 94 Minuten
: 16
: 2. Mai 2013
: Sunfilm
: Kanada
Unsere Wertung
3.5
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4 votes
5.5

Besessen – Der Teufel in mir

Besessen-Der-Teufel-in-mir-DVD-Cover-640x894Nach diversen Filmen voller besessener Mädchen und mehr oder weniger geglückten Exorzismen ist nun auch „Besessen – Der Teufel in mir“ auf diesen Zug mit aufgesprungen.

Die jungfräuliche Studentin Alex kehrt vom Besuch ihrer kranken Oma aus den Semesterferien zurück, um mit ihrer besten Freundin Jess und der eher unbeliebten Bree in das zwischenzeitlich und in ihrer Abwesenheit gemietete Haus zu ziehen und ihr Studium im neuen Semester fortzusetzen. Kaum angekommen geht es auch schon los zu einer der letzten Partys der Ferien, wonach auf dem Rückweg nach Hause ein Besuch bei einer Wahrsagerin fällig wird. Diese sieht und spürt natürlich sofort diverse Dinge rund um Alex, kennt den Namen ihrer Mutter und die Krankheit der Oma. Die eigentlich ziemlich betrunkene Bree wird plötzlich stocknüchtern. Am Ende der Sitzung scheint ein nicht näher definiertes Wesen Besitz von Alex zu ergreifen, die am nächsten Morgen ohne jede Erinnerung daran in ihrem Bett erwacht.

Nach dieser recht kurzen Einleitung folgt der nicht weniger flache Hauptteil des Films. Wie es bei Geister- und Dämonenstreifen eben sein muss, passieren sofort am Tag nach der Sitzung merkwürdige und unerklärliche Dinge, etwa das obligatorische, selbstständige Einschalten des Fernsehers oder Gegenstände, die sich plötzlich an einem anderen Ort als zuvor befinden. Auch die unheimlichen Geräusche in den Wänden oder anderen Zimmern dürfen hier natürlich nicht fehlen.

Es kommt, wie es kommen muss: Alex glaubt, sie würde verrückt werden, aber niemand schenkt ihr Glauben, weder die beste Freundin noch ihr Psychologiedozent, den Jess auf sie hetzt. Und Bree ist ohnehin damit beschäftigt, hier und da entblößte Körperteile zu zeigen, sei es unter der Dusche oder beim vergnügten Spiel mit einem Kerl im Bett, das leider alles ist, was ihre Rolle hergibt. Übrigens existiert auch ein fester Freund von Alex, dessen Rolle beinahe noch unwichtiger anmutet. Beide sind nicht die hellsten Sterne am Himmel, was man leider von so ziemlich allen Charakteren behaupten kann. Irgendwelche Tiefe hinter den Figuren sucht man jedenfalls vergeblich.

Zu jedem (guten) Film, der etwas mit Besessenheit zu tun hat, gehört selbstverständlich auch ein Exorzismus. So viel sei gesagt: Selten war er so langweilig (und teils unlogisch) wie in diesem Streifen. Der Priester, dem ein Exorzismus bereits in der Vergangenheit missglückt ist, will oder eher soll sich hier ein weiteres Mal daran versuchen. Das Ergebnis kann man sich fast denken.

Der Schnitt lässt an manchen Stellen noch einige Wünsche offen und die Tonuntermalung ist zuweilen schlicht grausam. Viel zu krampfhaft wird versucht, mit dramatischer Hintergrundmusik Spannung zu erzeugen – ein unmögliches Unterfangen bei einer derartigen Langatmigkeit. Auch die deutsche Synchronisation gehört leider nicht zu den besten und macht vieles eher schlimmer. Immerhin sind die Schauspieler, zumindest die meisten, nicht vollkommen lustlos.

Fazit: Insgesamt bietet der Film nichts Neues. Die nackten Brüste und die dramatische Musik können die Längen und die Unlogik, wodurch man so manches Mal den Kopf gegen die Wand schlagen möchte, leider nicht verbergen. Das Anschauen kommt zumindest mir wie vergeudete Zeit vor, die ich gerne wiederhaben würde. Auch wenn der Abend noch so langweilig ist: Finger weg!

Besessen - Der Teufel in mir, 5.5 out of 10 based on 4 ratings

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Geschrieben von Autor | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Johnny
    11 Jul 2013, 9:56 pm

    ah, the new blood! willkommen, kollegin

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