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Bela Kiss: Prologue (2012)

: Kristina Klebe, Rudolf Martin, Fabian Stumm
: Lucien Förstner
: Lucien Förstner
: 106 min
: ab 18
: 10.01.2013 (Kino)
: Kinostar
: Deutschland
Unsere Wertung
6.0
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User Score:
4 votes
6.5

Bela Kiss: Prologue (2012)

belakiss_1sht_german_artwork_A4.inddWer den Titel BELA KISS nicht direkt zuordnen kann: was nach Mixtur aus deutschem Musiker und amerikanischer Band klingt, ist in Wirklichkeit der Name eines ungarischen Serienmörders, der Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts sein Unwesen trieb und über 20 Frauen getötet und ihre Überreste in Fässern verwahrt haben soll. Er selbst wurde nie gefasst.

Soweit zur Vorgeschichte, die im Laufe des Films in beeindruckenden Bildern Stück für Stück erzählt wird; der größere Teil der Handlung bewegt sich aber in der Gegenwart. Dort sind 5 junge Bankräuber auf der Flucht vor der Polizei und verstecken sich in einem abgelegenen Hotel. Diskretion wird in dem Etablissement groß geschrieben, doch bald bemerken die Räuber, dass dort etwas ganz und gar nicht stimmt.

Natürlich laufen beide Handlungsstränge irgendwann zusammen, dann ist man aber dem Abspann schon recht nahe und bis dahin geht man sich nicht nur inhaltlich sondern auch stilistisch weitestgehend aus dem Wege.
Während die Geschichte des echten Mörders tatsächlich das Siegel „Auf Tatsachen beruhend“ verdient und durch die tagebuchartige Erzählweise, sowie die visuelle Umsetzung, an BRAM STOKER’S DRACULA erinnert, bewegt sich die aktuelle Story in der Nähe verschiedener, rein fiktiver Slasher, vor allem ein gewisses Kettensägenmassaker kommt in den Sinn (obwohl hier keine Sägen verwendet werden).

Bela Kiss (4)

Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, dass trotz einiger Klischees das Ambiente des Hotels, wo Gäste mit Namen von Märchenfiguren einchecken und beim Wunsch nach vegetarischen Gerichten mit abrupter Stille im Speisesaal reagiert wird, für Abwechslung sorgt.
Ganz nett sind auch ein paar persönliche Verstrickungen, die über das normale Vögeln&Sterben hinausgehen.
Zum qualvollen Ableben kommt es natürlich trotzdem und während sich dort kaum Neues entdecken lässt, spart man zumindest nicht mit Blut.

Bela Kiss (3)

Für Regie und Drehbuch war Lucien Förstner verantwortlich und in beiden Fällen ist er Debütant. Grundsätzlich kein Problem, denn vor allem in der optischen Umsetzung schimmert eine Menge Talent durch, doch aus den Dialogen wäre mehr rauszuholen gewesen und hier und da finden sich schwere Schnitzer (wie z.B. ein grässlicher CGI-Sensenmann), die mit einem Schlag die sorgsam aufgebaute Stimmung zerschlagen.
Den Schauspielern kann man im Großen und Ganzen keinen Vorwurf machen. Gerade wenn man berücksichtigt, dass BELA KISS: PROLOGUE ein deutscher Film ist, lässt sich manche Szene verbuchen, die ohne hölzernes Acting auskommt.

Bela Kiss (2)

Vielleicht hätte es trotzdem Sinn gemacht, aus dem vorliegenden Material zwei Filme zu machen, denn auch wenn sich einige Verbindungen zwischen den beiden Handlungen finden, erscheinen diese nie wirklich zwingend und mit geringem Aufwand hätte man statt der Biografie des Bela Kiss auch z.B. einen Peter Kürten oder Friedrich Haarmann einbauen können.

Fazit: BELA KISS: PROLOGUE ist kein großartiger Film, aber ein ordentlicher deutscher Genrebeitrag und wenn Lucien Förstner es in seinem nächsten Film schafft, die Qualität, die er hier andeutet, 90 min. lang zu bündeln und statt seinen Vorbildern nachzueifern eigene Akzente setzt, ist mit dem Mann schwer zu rechnen.

 

Bela Kiss: Prologue (2012), 6.5 out of 10 based on 4 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

2 Kommentare

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    06 Jul 2013, 5:44 am

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  2. Kelm
    27 Dez 2013, 1:34 am

    Unglaublich schlechter Film…
    Schaut euch was anderes an, dieser hier ist einfach nur Zeitverschwenung.

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