Behind Your Eyes (2)

Behind Your Eyes (2011)

: Frida Farrell, Tom Sandoval, Daniel Fanaberia
: Clint Lien
: Daniel Fanaberia
: 82 min
: ab 18
: 30.11.2012 (DVD+BD)
: WVG
: USA
Unsere Wertung
3.5
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5.3

Behind Your Eyes (2011)

Behind Your Eyes (2)Erika und Steven sind ein glückliches Paar.
Als die junge Frau gerne die Eltern ihres Freundes kennenlernen möchte, willigt der nur widerwillig in die Reise in die Berge ein, denn mit seinem Vater ist Steven seit Jahren zerstritten.
Größeres Unheil droht aber von einem Unbekannten, der das Pärchen auf einem verlassenen Parkplatz mit vorgehaltener Waffe kidnappt und in eine einsame Hütte in den Wäldern verschleppt.
Dort demütigt er beide, doch nur Steven fügt er Gewalt zu. Als Erika die Flucht gelingt, findet sie Hilfe bei einem eigenartigen Paar und muss schnell merken, dass sie vom Regen in die Traufe gekommen ist.

BEHIND YOUR EYES ist ein mit kleinem Budget entstandener Film und wie viele Indie-Streifen hat auch dieser Momente, die gelungen sind und Augenblicke, die keiner braucht.
Nach einem knackigen Auftakt, bei dem eine attraktive Dame das Zeitliche segnet, werden wir für eine unnötig lange Zeit Zeuge des Zusammenlebens von Erika und Steven. Wir erfahren einiges über Zukunftspläne, zur Story trägt das allerdings nichts bei.

Fahrt nimmt die Handlung im wahrsten Sinne des Wortes erst auf, als die beiden ins Auto steigen und die Großstadt hinter sich lassen. Dann geht’s auch schon recht schnell, bis sich die beide in Waldhütte wiederfinden ohne zu so recht zu wissen, was der Entführer eigentlich will.
Es folgen Videoaufnahmen, Peitschenhiebe und immer wieder Fragen der Sorte „Warum tun sie das?“ und „Was wollen sie von uns?“.
Während man selbst nicht in der Situation von Steven und Erika sein möchte, hält sich der Schrecken in Grenzen. Wirklich unwohl fühlt man sich als Zuschauer selten und es deutet sich an, dass der Kidnapper einen Hauch Menschlichkeit besitzt.

Behind Your Eyes (1)

Statt die Situation aufzuklären, finden sich im nächsten Kapitel viele Wendungen, Twists und Fragezeichen. Man mag sagen, dass sich Drehbuchautor Daniel Fanaberia, der auch den Bösewicht Mark spielt, hier wirklich Mühe gegeben hat, den Zuschauer nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Man könnte aber auch sagen, dass er einfach übers Ziel hinausgeschossen ist, zumal manches nicht nachzuvollziehen ist und damit -trotz weniger Personen – auch nach dem Film nur verwirrend ist.

Während das Drehbuch also einige Schwächen aufweist, muss man andererseits sagen, dass Regisseur den üblichen Indie-Look vermeidet, düstere Bilder einfängt und auch manch experimentelle Kamera-Einstellung unterbringt. Von den Schauspielern wird vermutlich niemand in absehbarer Zeit einen Oscar gewinnen, aber auch hier lässt sich sagen, dass man -gemessen am Budget- schon deutlich schlechtere Mimen erlebt hat, die Charaktere, die sie verkörpern sind allerdings zu wenig ausgereift.

Behind Your Eyes (3)

BEHIND YOUR EYES hat eine FSK18-Freigabe, was man aufgrund der ansatzweise sexuellen Gewalt und erhöhter Brutalität im Schlussteil erwarten konnte, trotzdem wird der Film erfahrenen Horror-Zuschauern keine schlaflosen Nächte bereiten und auch eine „ab 16“ – Einstufung wäre vertretbar gewesen.

Fazit: Der Autor ist Debutant, der Regisseur ist Debutand, die meisten Schauspieler sind unerfahren. Das sollte man also von Anfang an berücksichtigen.

Behind Your Eyes (2011), 5.3 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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