Apollo 18 Cover

Apollo 18 (2011)

: Warren Christie, Lloyd Owen, Ryan Robbins
: Gonzalo López-Gallego
: Brad Miller
: ca. 84 min
: ab 16
: 16.3.2012 (DVD+BD)
: Universum / Senator
: USA / Kanada
Unsere Wertung
7.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
11 votes
5.1

Apollo 18 (2011)

Jahrelang wollten uns Verschwörungstheoretiker erklären, dass die Menschheit nie auf dem Mond war und nun kommt mit APOLLO 18 ein Film daher, der klarstellt, dass es außer den sechs bekannten Landungen noch weitere gab.

Das belegt zumindest das Material, das dem Zuschauer vorgelegt wird und die Besatzung der APOLLO 18 zeigt, die Anfang er 70er auf eine Top Secret – Mission gen Mond geschickt wird. Warum die Sache geheim bleiben soll, ist den drei Männern nicht ganz klar, stellt sich aber natürlich im Laufe der Aufnahmen heraus. Soviel sei gesagt, was die Astronauten auf unserem Erdtrabanten vorfinden, ist nicht nur ein unerwartetes (menschliches) Raumschiff, sondern auch etwas sehr gefährliches.
Angeblich wurde das vollkommen echte Filmmaterial lange geheim gehalten und ist erst vor einigen Jahren im Internet aufgetaucht (siehe dazu auch www.lunartruth.com). Das kann man glauben, sollte man aber nicht. Freunde des Found Footage Trends brauchen sich durch diesen Umstand aber nicht stören lassen.

Dass der Film Fakten und Fiktion vermengt, trägt allemal zur Verwirrung bei. So gab es tatsächlich eine APOLLO 18 – Mission, die seinerzeit aber abgesagt wurde.
Optisch fühlt man sich dank alter Kameralinsen problemlos um 40 Jahre und in ein altes Spaceshuttle zurückversetzt. Das Bild ist grobkörnig, die Farben blass, es wackelt und verschwimmt. Dabei wird zwischen subjektiver Kamera und fest installierten Überwachungscams gewechselt (übrigens gegen Ende mit zunehmender Häufigkeit und schnelleren Schnitten).
Wie es sich gehört, kommt der Film ohne musikalische Untermalung aus. Da ein guter Score zur Spannung aber maßgeblich beiträgt hat man sich den Kniff einfallen lassen, stattdessen einzelne Geräusche wie ein Knirschen, Zischen oder Atmen weltraumgerecht zu entfremden und in den rechten Momenten einzusetzen. Das fällt kaum auf, ist aber effektiv.

Ob technische Raumfahrtdetails beachtet wurden, vermag ich als Nicht-Astronaut kaum zu beurteilen, ein Gefühl von Enge, Einsamkeit und Auswegslosigkeit kann der Film aber auch dem Laien vermitteln. Viel mehr gibt es anfangs aber auch nicht zu bewundern, denn wie immer stellt sich bei Genuss die Frage, wie man zu Found Footage steht. Wer den gemächlichen Aufbau von Kassenknüllern wie BLAIR WITCH PROJECT und PARANORMAL ACTIVITY nicht mochte, wird auch für APOLLO 18 nicht viel Liebe empfinden. Erst nach und nach wächst das Unbehagen und weicht dem sicheren Gefühl, dass etwas völlig schief läuft, bevor der Streifen gegen Ende die Karten auf den Tisch legt, aber selbst dann einiges nur andeutet.

Apollo 18 (2011), 5.1 out of 10 based on 11 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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