Apartment-143

Apartment 143 (2011)

: Kai Lennox, Gia Mantegna, Damian Roman, Fiona Glascott, Michael O'Keefe, Rick Gonzalez, u.a.
: Carles Torrens
: Rodrigo Cortés
: 80 Min.
: 16
: 15.11.2014
: Universum Film GmbH
: Spanien
: Originalsprache: Englisch
Unsere Wertung
5.0
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5.5

Apartment 143 (2011)

Apartment-143Nach dem Tod der Mutter zieht Alan White (Kai Lennox) mit seinen Kindern in ein heruntergekommenes Apartment. Der Familienvater ist nicht nur von der tragischen Vergangenheit geplagt, sondern hat auch mit seiner rebellischen Teenagertochter (Gia Mantegna – MÖRDERISCHE FERIEN) zu kämpfen, die weder darauf hört, was er sagt, noch irgendeine Art von Sympathie für ihre Umwelt hegt.
Es wird alles schlimmer, als merkwürdige Phänomene in der Wohnung auftreten. Die Familie White hatte damit bereits in ihrem alten Heim zu tun und ruft deswegen das paranormale Team rund um Dr. Helzer (Michael O’Keefe – A THOUNSAND CUTS) zu Hilfe. Der Psychiater, der Techniker Paul (Rick Gonzalez – PULSE) und Assistentin Ellen (Fiona Glascott – RESIDENT EVIL) ziehen alle Register um dem Spuk auf die Spur zu kommen und decken das düstere Geheimnis der Familie auf.

 

APARTMENT 143 (orig. Titel: Emergo) reiht sich ein in die Flut von übernatürlichen Found Footage Filmen der letzten Jahre. Die Wohnung ist komplett mit Kameras ausgestattet und ob Bewegungsmelder oder Nachtsichtkameras, damit kann jedes Fitzelchen der Aktivitäten abgedeckt werden. Und das ist nicht so spannend wie man denken möchte.

 

Regisseur Carles Torrens möchte mit seinem paranormalen Team deutlich einen seriösen Ton anschlagen und dem ganzen ein Dokuflair geben, aber das schafft er leider nicht ganz. Das Trio besteht aus total stereotypischen Personen, die selbst durch die kläglichen Versuche eines Witzes auch nicht mehr Sympathiepunke sammeln. Da hätten wir den nerdigen Technikfreak mit der großen Klappe, der, warum auch immer, überall eine Kamera mitnimmt und sich selbst beim Nickerchen in der U-Bahn filmt.
Die blonde Assistentin, die gegen das Männerregime ihres Teams aufbegehrt und trotzdem von den Männern gnadenlos unterbuttert wird. Und der stille, altkluge Psychiater, der natürlich die Auflösung des Plots von vornherein wusste.
Wir übrigens auch. Denn das ist selbst als Horrorneuling wahrscheinlich nicht allzu schwer.

 

apartment 143

 

Die Phänomene starten kaum, dass das Team die Wohnung betritt und der enthusiastische Zuschauer hofft auf eine erschreckende Steigerung bei einem so schnellen Einstieg. Wird dann aber enttäuscht von einer halbstündigen Erklärung der technischen Ausstattung, die Assistentin Ellen Whites 5-jährigen Sohn Benny in Babysprache erklärt. Wir wissen: Diese Erklärungen gelten eigentlich uns. Als intelligenter Zuschauer kann man sich das eigentlich alles denken. Sollte man meinen. Und warum eine der Maschinen bis zum Schluss nur verpixel dargestellt wird, ist uns auch ein Rätsel. Außerdem gibt es mehr Lärm, Klopfgeräusche und jede Menge Spekulationen. Wenn alles nicht hilft, holt man das Hippie-Medium – Verzeihung – einen “Sensitiven” – dazu. Warum eigentlich? Denn Dr. Helzer erklärt uns zum Schluss, dass er sich das eigentlich eh schon alles gedacht hatte.

 

Trotzdem muss alles abgedeckt werden. Ein Spuk, ein Geist, Ein Poltergeist? Als Zuschauer fragt man sich genauso wie auf die Leute auf der Mattscheibe, was genau eigentlich abgeht. Wem ist hier die Schuld zu geben und existiert die übernatürliche Präsenz überhaupt? Kurz rutschen wir in den psychologischen Aspekt ab und erfahren Verblüffendes. Der Spuk-Horror verwandelt sich in ein Familiendrama. Hätte man uns auch früher sagen können, lieber Dr. Helzer.

 

apartment 143_2APARTMENT 143 wartet mit ganzen zwei Szenen auf, die einen aus den Socken hauen. Und die waren, zugegeben, überraschend und ziemlich gut und beweisen, dass man kein großes Budget aufbieten muss, um gute Schocker hinzubekommen. Der Rest ist leider sehr vorhersehbar, zäh und lässt einem am Schluss mit einem leichten Kopfschütteln zurück. So eine dämliche Auslösung gab es schon lange nicht mehr.

 

Empfohlen nur bei absoluten lichtfreien Verhältnissen, auf voller Lautstärke und vielleicht gerade dann, wenn der Nachbar renoviert und unverhofft Klopfgeräusche aus der Wand dringen.

 

APARTMENT 143 ist seit dem 15.11.2013 im Handel erhältlich.

 

 

Apartment 143 (2011), 5.5 out of 10 based on 2 ratings

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Geschrieben von Rinn Gomory | Reviews (Filme)

1 Kommentar

  1. Colemarie
    16 Nov 2013, 11:12 pm

    Schreit förmlich danach das nicht zu gucken…seid Paranormal Activity scheint sich der Glaube gefestigt zu haben, wenn man so tut, als bringe man Kameras an und lässt es durch wacklige Aufnahmen wie selbst gefilmt und dokumentiert wirken , dass der Film dadurch authentischer und gruseliger werden würde…sehr ausglutscht wie ich finde und einfach nur noch lästig.
    Platte DIaloge und schwache Story….

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