Abraham Lincoln VS Zombies (4)

Abraham Lincoln vs. Zombies (2012)

: Bill Oberst jr., Kent Igleheart, Rhianna Van Helton
: Richard Schenkman
: Richard Schenkman, Karl T. Hirsch, J. Lauren Proctor
: ca. 92 min
: ab 18
: 03.10.12 (DVD+BD)
: dtp Entertainment
: USA
Unsere Wertung
3.5
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User Score:
3 votes
3.0

Abraham Lincoln vs. Zombies (2012)

Abraham Lincoln ist so gefragt wie seit 150 Jahren nicht mehr. Neben LINCOLN (ab Januar im Kino) und ABRAHAM LINCOLN: VAMPIRJÄGER ist ABRAHAM LINCOLN VS. ZOMBIES der dritte Film der innerhalb weniger Monate dem 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewidmet ist.

Wie der Name verrät, muss er es in diesem Abenteuer mit Zombies aufnehmen, die während des Bürgerkrieges aus ihren Gräbern auferstehen. Erfahrungen konnte Abraham bereits in jungen Jahren sammeln, als er die eigene Mutter mit einer Sense richten musste. Nun ist er Präsident und als die Plage erneut ausbricht, schickt er seinen besten Mann…sich selbst.

Reden wir nicht um den heißen Brei herum: Hauptdarsteller Bill Oberst jr. ist ein bekennender Fan unserer Seite und Freunden tut man nicht gerne weh, trotzdem bleibt kaum einen netterer Weg, als ABRAHAM LINCOLN VS. ZOMBIES als ziemlich schwachen Mockbuster (aus dem Hause The Asylum)zu bezeichnen, der sich ohne viel Budget und Talent an den rollenden Lincoln-Zug hängt.
Immerhin können wir aufrichtig und ohne Schmeichelei festhalten, dass Bills Schauspielkunst über der der meisten Kollegen liegt. Mit seinem markanten Äußeren schafft er es Lincoln  glaubwürdig genug darbieten zu können, um auch in einer größeren Produktion bestehen zu können.

Ansonsten reißt der Film keine Bäume aus. Die Zombies wirken nur vereinzelt furchteinflößend (Abes Mutter), haben aber oft Schminkränder, verspritzen CGI-Blut und hinterlassen Ketchup-Bissmarken.
Einige Kulissen sind echt und es wurde vor Ort gedreht, was aber auch mit sich bringt, dass das historische Fort Pulaski wie ein inzwischen restauriertes Fort aussieht.
Als grandios schlecht darf der Bart von Südstaatengeneral Stonewall Jackson bezeichnet werden. Der Film ist voller fragwürdig angepappter Bärte, aber dessen Gesichtsbewuchs sieht nach verlorener Wette aus und wirkt billiger als jeder falsche Bart, der jemals aufgeklebt wurde.

Für die Geschichte bzw. das Drehbuch sind gleich drei Personen verantwortlich und während die Rahmenhandlung nicht überzeugt (die Protagonisten rennen ständig von einem Ort zum anderen, ohne dass der Grund klar ersichtlich wäre) sind die Dialoge zumindest erträglich und wer sich ein wenig in der amerikanischen Geschichte auskennt, wird neben Lincoln noch weitere Personen wiedererkennen, wie (SPOILER) den jungen Theodore Roosevelt, den schon erwähnten Stonewall Jackson, Pat Garrett oder sogar den späteren Lincoln-Mörder John Wilkinson a.k.a. John Booth.
Während der spitzfindige Historiker besser nicht zu genau hinschauen sollte, ist dieses FORREST GUMP-mäßige Vermischen von Geschichte und Fiction doch unterhaltsam.

So bleibt unterm Strich der Eindruck, dass ABRAHAM LINCOLN VS. ZOMBIES von einigen Menschen mit Herzblut, aber leider auch von vielen Statisten gedreht wurde.

Abraham Lincoln vs. Zombies (2012), 3.0 out of 10 based on 3 ratings

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Geschrieben von Mick | Reviews (Filme)

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