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Ab-Normal Beauty (2004)

: Rosanne Wong, Race Wong (aka R2), Anson Leung, Ekin Cheng, Michelle Mee
: Oxide Pang Chun (The Pang Brothers)
: Oxide Pang Chun
: 94 Minuten
: 18
: 2004
: Hong Kong
: Originaltitel: Sei Mong Se Jun
Unsere Wertung
8.0
VN:F [1.9.22_1171]
User Score:
1 vote
9.0

Ab-Normal Beauty (2004)

AbnormalBeauty_1Als die Kunststudentin und Hobbyfotografin Jiney (Race Wong – BLACK NIGHT) Zeugin eines tödlichen Autounfalls wird, knallt bei ihr eine Sicherung durch und sie hat fortan das Verlangen Menschen oder Tieren beim Sterben zuzusehen. Ihre beste Freundin und Liebhaberin Jas (Rosanne Wong) versucht sie von dem Verlangen nach Blut und Tod abzubringen, doch da bekommt Jiney ein Snuff-Tape zugeschickt, das einen realen Mord schildert und ihr morbider Spleen nimmt weitere Ausmaße an.

 

Kritik:
Zu Beginn entfiel mir, dass der Film mit Untertiteln ist, überraschenderweise mit englischen. Hätte das “e” wohl in OmeU mitlesen sollen. Jedenfalls hat es nicht sonderlich viel ausgemacht und die Originalstimmen zu hören hat den Film gleich noch interessanter gemacht.

Gleich zu Beginn wird klar, für wen Jiney´s Herz schlägt und das Anson eigentlich keine Chance hat, wobei Jas auch gleich symbolisch ihren Standpunkt vertreten hat. Dass die beiden Geliebten im wahren Leben Geschwister sind, scheint auf den ersten Blick etwas pikant, da aber nicht sonderlich was zwischen den beiden passiert, kann diese Tatsache gleich wieder vergessen werden.

Ab-Normal_Beauty02Schauspielerisch nehmen sich beide nichts, wobei ich etwas mehr zu Jasmin tendiert habe.
Was mir neben der Geschichte besonders gefallen hat, war der fantastische Soundtrack. Am Anfang erinnerte er etwas an “Lola rennt”, aber der war ja auch klasse. Auch die bildliche Umsetzung und das hervorheben bestimmter Farben ist ein wichtiger Aspekt in dem Film und ist schon allein sehenswert. Vor allem am Anfang, als Jin und Jas ihre Fotos schießen.

 

Als Jin ihren ersten Shoot vom Unfall macht ist die Musik einfach genial und unterstützt die Szene perfekt. Was ich hingegen total abartig fand, war das Massenabschlachten der Hühner “Boss, kill another chicken…” und wie Jin fasziniert ihre Fotos gemacht hat, während Jas angewidert daneben stand.
Als ihr der bloße Anblick von toten Tieren nicht mehr langt, hat sie die Gelegenheit einen Selbstmord zu fotografieren, was ich auch für sehr makaber hielt. Dennoch ist es mit ausschlaggebend für die Szene im 10ten Stock, wo sie eine Art Tanz an dem Geländer aufführt. Ich dachte im ersten Moment, das war’s! Als Jin allmählich immer mehr ihren Verstand verliert und sogar ihrem verliebten Anhängsel Anson mächtige Schauer über den Rücken gejagt hat, sucht sie Hilfe bei Jas, die sie AbnormalBeautyPic3für einen kurzen Moment aus diesem Teufelskreis befreien kann. Und das ist einer der Momente, die der schauspielerischen Leistung meine Hochachtung schenkt, da man sehr gut sein muss, um so zusammenzubrechen und zu weinen. Klasse! Doch die Freude währt nicht lange, denn ein Unbekannter hat Jiney ein Snuff Tape zukommen lassen, auf dem ein echter Mord gezeigt wird. Als sich die beiden das Tape nochmals ansahen, war mir nicht klar, in welche Richtung dies führen würde. Ich war zugegebener maßen geschockt über das zweite Opfer und konnte Jin´s Gefühle vollkommen nachempfinden. Als diese dann selber in die Fänge des Wahnsinnigen gerät, gelingt es ihr mit Psychologie ihn auszutricksen. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob sie das auch wollte.
Was den Täter angeht, so ist der, meiner Ansicht nach, an den Haaren herbeigezogen.

 

Die Geschichte mit ihren Cousins und der Mutter hab ich nicht ganz verstanden. Zwar kann ich sie erahnen, aber ich sehe mir den Film lieber noch mal auf DVD an, um ein Urteil darüber abgeben zu können. Das Ende jedenfalls gewährte noch mal einen Blick in Jiney´s Seele und ihre anschließende Vorliebe für den “moment of death”.

 

“Ab-normal Beauty” wurde 2005 auf dem Fantasy Film-Fest in der kantonesischen Originalfassung mit Untertiteln gezeigt. In München, Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Hamburg und in Berlin flimmerte der Film über die große Leinwand.

Ich gebe dem Film 8 von 10 Sternen.

 Review by Kat

 

Ab-Normal Beauty (2004), 9.0 out of 10 based on 1 rating

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